Tipps zur Vorbereitung eines Fotoshootings – Teil 1

Gerade wenn ein Fotoshooting vereinbart ist und dieses immer näher zur Realisierung heran rückt, erhalte ich oft Nachrichten, was er oder sie denn im Vorfeld beachten soll bzw. welche Klamotten er / sie mit zum Fotoshooting bringen soll.

Und genau um diese Fragen und eventuelle Unsicherheiten dreht sich dieser Beitrag (und zwei folgende).

Allgemein

Im Prinzip ist jedes Fotoshooting und jeder Mensch anders. Das sollte jede/r berücksichtigen und sich zu Herzen nehmen. Einfach nur stur eine Liste abzuarbeiten, sich danach aber nicht wieder in den Fotos zu finden, wäre fatal.
Meine Fotos entstehen unter der Maxime „Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie.“ [1]

Und daher soll sich bei den Fotos, die in meinem Fotoshootings entstehen, niemand verbiegen müssen.
Wohlfühlen ist das oberste Credo!
In einer entspannten Atmosphäre entstehen immer die besten Fotos und genau das wollen wir erreichen.

Kleiderwahl

Um den Wohlfühlfaktor zu begünstigen, empfehle ich Klamotten, in denen man sich wohlfühlt.
Am Besten sind natürlich Lieblingsteile aus dem Kleiderschrank, die man auch im wahren Leben anziehen würde. Gerade Frauen nehmen ein Fotoshooting manchmal gerne zum Anlass nochmal durch die Geschäfte zu ziehen und ihren Kleiderschrank an Inhalt zu erweitern. Dem spricht auch nichts dagegen. Solange jede/r sich in den Sachen wohl fühlt – immer her der damit.

Die Klamottenauswahl hängt sicherlich auch etwas von der Shootingzeit und dem Shootingort ab.

Im Winter im Freien ist für jeden Normalsterblichen auf jeden Fall eher etwas warmes und kein Bikini zu empfehlen.

Oder um es in einem positiven Beispiel zu erläutern: Im Frühjahr, Sommer und Herbst gibt die Natur eine große Farbpalette wieder, daher empfehlen sich bei Outdoor-Shootings eher Basics in neutralen Farben. Zu bunt gemustert steht in einem krassen Kontrast zur Natur. Kann manchmal auch schön sein. 

Generell empfehle ich hier aber eher einfarbige Sache in ruhigen Farbtönen.
Also zum Beispiel schwarz, weiß, braun, grün (aber kein Neon!), gerne auch rosa oder ein schönes rot oder blau. Im Prinzip muss man sich nur ein bisschen an der Natur orientieren, welche Farben gerade draußen herrschen und welche Farben damit harmonieren.

In einem Indoor-Shooting ist dagegen schon mehr erlaubt. Dort können auch eher bunt-verrückte Sachen zur Geltung kommen (Desigual ist bei Frauen hier auch öfter beliebt). Wobei die Basics hier auch willkommen sind, gerne mit einem kräftigen Farbtouch (aber auch hier eher kein Neon).

Welche Art von Shooting wird gemacht? Im Bereich Indoor und Outdoor gibt es, wie oben aufgeführt, unterschiedliche Ansprüche. Die generelle Frage ist aber auch, ob hauptsächlich Portraitfotos (Oberkörper wichtig) oder ganz Körperfotos (Harmonie des ganzen Outfits sowie Schuhwahl) oder vielleicht sogar Dessous-Fotos (dann natürlich eine schönes, zusammenpassende Unterwäsche) entstehen sollen. Wenn ihr da bestimmte Vorstellungen habt, gebt mir bitte vorher Bescheid. Und danach richtet sich dann auch die Kleiderwahl.

 

Auch das Zusammenspiel mit einem Gegenpart (gerade bei der Pärchen- oder Familienfotografie) gilt es bei der Kleiderwahl zu berücksichtigen.


Wenn der eine blaue Punkte und der andere grün-karierte Sachen anhat, so kann eine Disharmonie entstehen.
Und da gerade bei Paar- und Familienfotos eine Einheit signalisiert werden soll, gilt es diese Disharmonie zu vermeiden.
Solche Gesichtspunkte kann man zuhause bei der Kleiderwahl bereits einfließen lassen.

Weiter geht es dann im Teil 2 zum Thema “Tipps zur Vorbereitung eines Fotoshootings”.