Tipps zur Fotobuch-Gestaltung – Teil 2

Foto Eichenseher BeilngriesIm ersten Teil “Tipps zur Fotobuch-Gestaltung” habe ich euch Ideen und Anregungen mit auf den Weg gegeben, welche man bereits vor oder im Urlaub berücksichtigen kann.
Kaum ist der Urlaub aber rum, schon stehen eben die ersten Gedanken zur tatsächlichen Umsetzung in den Startlöchern und warten auf die Durchführung.
Hier möchte ich nun die eigentlichen Knackpunkte bei der Umsetzung eines Fotobuch-Projektes erläutern.

Die Motivation und die Muse sind vorhanden und ihr wollt das Projekt Urlaubs-Fotobuch in Angriff nehmen?
Dann nehmt euch folgenden Tipps bei der Gestaltung zu Herzen:

  1. Wahl des Buchformates – was zunächst einfach klingt, bringt doch tausend Gestaltungsmöglichkeiten mit sich. Legt gleich zu Beginn fest, welches Format das Endprodukt haben soll. Während der Erstellungsphase lässt sich nur mit viel Aufwand das Format ändern.Wollt ihr das Fotobuch hochkant oder im Querformat erstellen? Soll es die Größe von DIN A4 oder DIN A3 haben? Es gibt auch quadratische Formate. Das Angebot wechselt von Fotobuch-Anbieter zu Fotobuch-Anbieter.
  2. Auch die Gestaltung der Fotobuchseiten bringt Spielraum mit sich. So habt ihr die Wahl zwischen viele Bilder auf wenig Seiten oder wenig Bilder auf viele Seiten.
    Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Das Beste ist meistens eine Kombination aus beiden Systemen. Wenn jede Seite nicht nach dem gleichen Schema aufgebaut ist, ist ein Fotobuch beim Anschauen gefälliger.
  3. Bei der Qualität des Fotobuches gibt es ebenfalls einen Spielraum. So habt ihr je nach Fotobuch-Anbieter die Wahl zwischen verschiedenen Oberflächenbeschaffenheiten. Meist stehen Hochglanz und Matt zur Auswahl. Die Wahl muss jeder nach persönlichen Empfinden treffen. Bei Hochglanz strahlen die Bilder mehr, dafür sieht man meist jeden Fingerabdruck, den ihr beim Durchblättern hinterlasst. Eine matte Oberfläche spiegelt das Licht nicht so stark und Fingerabdrücke stellen auch kein ernstzunehmendes Problem dar. Allerdings wirken die Bilder auch wieder ganz anders. Wer die Wahl hat, hat also auch die Qual.
  4. Zudem sollte man sich auch vorher schon die Frage stellen, ob das Fotobuch tatsächlich ein Buch mit festen Einband sein soll oder lieber ein Fotoheft, welches leichter und flexibler ist, dafür aber meist auf weniger Seiten begrenzt ist. Im Zuge dessen sollte man auch einen Blick darauf haben, wie viele Seiten je nach System maximal möglich sind. Gerade wenn man Bilder auf einer Seite wirken lassen will, kommen schnell viele Fotoseiten zustande.
  5. Welche Qualität sollen die Fotoseiten haben? Man hat die Wahl zwischen Digitaldruck und Fotopapier. Digitaldruck ist meist kostengünstiger, dafür leidet die Qualität bei der Farbwiedergabe bzw. Bildwiedergabe etwas. Im Gegensatz dazu ist die Fotopapier-Qualität hochwertiger und langlebiger, aber eben auch etwas kostenintensiver.
  6. Eine weitere Spielerei, die hauptsächlich jedoch Fotobücher (nicht Fotohefte) trifft ist die Frage nach einer flachen Bindung. Gerade bei Panoramafotos, welche sich über zwei Seiten erstrecken sollen, ist eine flache Bindung eigentlich unabdingbar. Denn ansonsten „schluckt“ die Naht zwischen zwei Seiten wesentliche Bestandteile eines Panoramafotos.
    Eine kleine Geschichte dazu: Ein Brautpaar hat diesen Aspekt bei der Fotobuchgestaltung nicht berücksichtigt und ärgert sich heute noch über das „fehlerhafte“ Fotobuch. Denn es sollte auch ein Text zum Bild genau über die Mitte verlaufen. Der Sinn des Textes ist durch die fehlenden Buchstaben in der Seitenmitte verloren gegangen. Und aufgrund des Herstellungsformates bei der Software (leider haben die verschiedenen Fotobuch-Anbieter meist auch unterschiedliche Gestaltungs-Softwares), ist ein Übertragen auf einen anderen Anbieter nicht möglich und der Anbieter vom bisherigen Fotobuch hat keine flachen Bindungen in seinem Sortiment. Das Brautpaar hat nun also die Möglichkeit sich mit ihrem jetzigen Fotobuch zufrieden zu geben oder die ganze Arbeit mit einer anderen Software nochmal auf sich zu nehmen.
  7. Wollt ihr ein reines Fotobuch ausschließlich mit Bildern oder soll auch ein Text das Gesehene erläutern? Dann gilt es im Vorfeld bereits die Tipps von Teil 1 zu berücksichtigen. Die anschließende der Gestaltung des Urlaubs-Fotobuches wird dadurch um einiges leichter.
  8. Mein persönlicher Tipp: privat-erlebte Geschichten zu den Fotos machen ein Fotobuch erst richtig einzigartig und exklusiv. Allgemeine und geschichtliche Informationen (z. B. wie groß ein Flughafen oder eine Burg ist und warum das Ding so heißt wie es heißt) machen ein Fotobuch spannend.
    Eine Kombination aus beiden Informationsarten ist natürlich mit viel Aufwand verbunden, sind für mich aber ideal, abwechslungsreich und einfach unbezahlbar! 🙂

Diese Liste hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Liefert aber eine gute Grundlage, wenn die nächste Reise bevorsteht oder das nächste Projekt Urlaubs-Fotobuch verwirklicht werden soll.

Hast du auch noch Ideen oder Anregungen, was man bei der Gestaltung eines Urlaub-Fotobuches berücksichtigen soll?
Dann schreibt mir eine Nachricht oder hinterlasst mir einen Kommentar. Ich würde mich freuen!

Herzliche Grüße

Maria Eichenseher
Fotografin aus Beilngries

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben